Sirenenwarnungen

Die größtenteils aus Zeiten des Kalten Krieges stammenden Sirenenanlagen der Bundesrepublik dienen bei uns im Landkreis Rosenheim vorrangig der Alarmierung der Feuerwehr. Allerdings sind sie nachwievor zur Warnung der Bevölkerung bei Katastrophenfällen und besonderen Gefahrensituationen vorgesehen. Grundlage dafür ist die 1998 erlassene Verordnung über öffentliche Schallzeichen. Daraus zu entnehmen sind folgende beiden Varianten der Signalgebung:

- Ein dreimal in der Höhe gleichbleibender Ton (Dauerton) von je zwölf Sekunden Dauer, mit je zwölf Sekunden Pause zwischen den Tönen. Dieser dient der Alarmierung von Einsatzkräften der Feuerwehr.
(Beispiel des Bayerischen Innenministeriums)
 
- Ein Heulton von einer Minute Dauer, welcher die Bevölkerung veranlassen soll, anlässlich schwerwiegender Gefahren für die öffentliche Sicherheit auf Rundfunkdurchsagen zu achten.
(Beispiel des Bayerischen Innenministeriums)
 
Ergänzend zu diesen Signalen können Lautsprecherdurchsagen über die Fahrzeuge der Feuerwehr oder anderer Organisationen durchgegeben werden.
 
Im Landkreis Rosenheim werden regelmäßig Probealarme durchgeführt, hier im Inspektionsbereich IV (Inntal südlich von Rosenheim) geschieht dies immer am dritten Samstag des Monats. Der Probealarm dient dazu, die Funktionsfähigkeit des Sirenenwarnsystems zu überprüfen und die Bevölkerung auf die Bedeutung des Sirenensignals hinzuweisen.
 
 
Aufgrund der Anzahl an Steinbrüchen in unserer und den Nachbargemeinden (drei Brüche auf der Biber in Brannenburg-Degerndorf, zwei in Flintsbach-Fischbach und einer in Nußdorf-Hinterberg) sind auch folgende Signaltöne für z.B. Wanderer interessant:
 
- einmaliger langer Ton zur Warnung, dass eine Sprengung kurz bevorsteht (Deckung suchen)
- zweimaliger kurzer Ton zur Warnung, dass gezündet wird (Zündung)
- dreimaliger kurzer Ton nach Beendigung der Sprengung (Entwarnung)

 

 

 

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